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Aus krumm und schief mach .......

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Aus schief mach gerade und ordentlich ........

Eine Gibson SG, sollte sauber eingestellt werden, und auch einmal durchgecheckt. Beim ersten Prüfen hatte ich schon gemerkt, dass mit der Bridge etwas nicht stimmt, weil die Saiten nicht gleichmäßig über das Griffbrett liefen. Dh. nicht gleichmäßig, in einer fortlaufenden Saitenhöhe, sondern eine Saite mal bisschen höher, nächste tiefer, also nicht so, wie es sein soll.

Nach dem entfernen der alten Saiten wurde das Problem dann gleich sichtbar, die Bridge war zum einen falsch herum montiert, denn bei einer ABR-1 Bridge zeigen die Schrauben normalerweise nach vorne in Richtung Hals. Wenn sie nach hinten zeigen, kann es auch dazu kommen, dass die zum STP laufenden Saiten auf den Schraubenköpfen aufliegen, was die Schwingung negativ beeinflußen kann.

Also wurde die Bridge gedreht, die Böckchen entsprechend umgerüstet, damit die Böckchen wieder zur jeweiligen Saite passend in der Bridge saßen. Die Böckchen waren auch unlogisch montiert von der Ausrichtung her, auch das wurde bei der Neumontage berücksichtigt, und absolut verschieden tief gefeilt, aber schon mit sehr tiefen vorhandenen Kerben. Ich habe alle Kerben dann an die tiefste Kerbe angeglichen, und dabei auch nicht mittige Kerben im Rahmen der Möglichkeiten mehr zur Mitte des Böckchens hin gefeilt.

Nun sind alle Kerben gleichmäßig tief gefeilt, etwas tief zwar aufgrund der Vorgeschichte, aber immer noch einwandfrei funktionierend, und weit genug von den Schraubenköpfen weg, um freie Schwingung zu garantieren.

Der Saitenverlauf ist nun gleichmäßig, das merkt man gleich, wenn man die SG nun in die Hand nimmt und spielt. Übrigens: Ungleichmäßiger Saitenverlauf (wenn also die Höhe der Einzelsaiten nicht gleichmäßig über den Radius des Halses verläuft) kommt sehr oft vor, am häufigsten bei Strats®, bedingt durch die Einzelböckchen, die sich auch gerne mal selbst verstellen können!

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